Aktuelles

  • DIE ZIRKUSPRINZESSIN

    Operette von Imrè Kalman

    Die Zirkusprinzessin stand schon immer etwas im Schatten ihrer berühmten Schwestern, der "Cszardasfürstin" und der "Gräfin Mariza". An der Musik liegt es nicht. So viel Schmelz hat Kalman selten über seine vier Protagonisten ausgeschüttet wie in dieser bittersüßen Tragikkomödie, die es vielleicht gerade damit beim Publikum etwas schwerer hat; Die Zirkusprinzessin ist im Grunde ein trauriges Stück. Eine untergegangene Welt feiert ein letztes Mal sich selbst, und das alles gerinnnt zu nichts mehr als zu einer Zirkusvorstellung. Einen verdammt wahren Blick wirft das Werk auf seine Entstehungszeit, und um so schöner klingen Klamans Melodien. Mit soviel Eleganz hat noch kein Adel seinen Besitz verloren wie in diesem Stück.....

    Mit GRIMM war letztes Jahr schon ein Werk von Peter Lund im Grazer Opernhaus zu erleben. Diesmal ein anderer Autor, dafür zum ersten Mal in Graz als Regisseur, in der Ausstattung von Ulrike Reinhard und Daria Kornysheva und mit der Choreographie von Andreas Heil.

  • AXEL AN DER HIMMELSTÜR

    eine Operette von Ralph Benatzky

    Die Operette, mit der Zarah Leander berühmt wurde- mehr weiß kaum einer über dieses unbekannte bekannte Werk des großen Ralph Benatzky. Was eigentlich schade ist. Denn die Geschichte des kleinen Hollywood-Reporters Axel, der so verzweifelt versucht, ein Interview mit dem berühmten Star Gloria Mills zu bekommen, hat Charme und Witz und erinnert ein bißchen an "Notting Hill" und sogar an "Ein Herz sucht eine Krone"- wenn sich noch jemand daran erinnert.

    Natürlich hat das Buch hier und dort ein bißchen Staub angesetzt, aber im abstauben antiker Werke waren Peter Lund und Kai Tietje schon immer gut. Und so erstrahlt diese Hommage an die große Greta Garbo so schön wie am ersten Tag. Nur nach Schweden sind wir nicht gefahren, um einen Star zu finden. Wir haben uns in Wien umgeschaut und sind mit Bettina Mönch auf das Schönste fündig geworden. Und Andreas Bieber spielt ihren Axel. Das schönste ungleiche Liebespaar seit den "Producers". 

    Ab September in der Wiener Volksoper, in der Ausstattung von Sam Madwar und Daria Kornysheva, mit der Choreographie von Andrea Heil und unter der musikalischen Leitung von Lorenz Aichner.

     

  • STELLA- das blonde Gespenst vom Kürfürstendamm

    AUSGEZEICHNET ALS BESTES DEUTSCHES MUSICAL 2016!!!

    Stella Kübler, das sogenannte "blonde Gespenst von Kurfürstendamm", war eine der gefürchtetsten Greiferinnen der Gestapo. Selber Jüdin, soll sie während des 2. Weltkrieges bis zu 300 untergetauchte Juden verraten und damit ins Lager gebracht haben. Nach dem Krieg wird Stella vor Gericht gestellt und die junge Bundesrepublik ist mehr als empört über diese "Volksverräterin" , die ihre eigenen Glaubensbrüder verriet.

    Aus diesem einmal mehr absolut Musical-untauglichen Stoff haben Wolfgang Böhmer und Peter Lund ein deutsches Singspiel gestrickt, immer nach der Devise: gute Unterhaltung muss wehtun.  Der UFA-Film, der nie gedreht wurde, mit Frederike Haas in der Titelrolle und in der Inszenierung von Martin Berger, ab Ende Juni in der NEUKÖLLNER OPER